Promisk als Frau
Cleo, selbst ernannt promisk, erzählt uns in der zweiten Ausgabe von FRAU*heit, wie sie dazu kam, ihre Sexualität frei auszuleben, wie sich dies auf ihre Partnerschaft auswirkte und welche “Regeln” es in ihrer offenen Beziehung gibt.
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„Es gibt den Song von Nelly Furtado ‚Promiscuous girl‘. Es handelt sich um einen Dialog zwischen ihr, der Sängerin und einem Sänger, in etwa wie ein Flirt banter. Er versucht sie anzubaggern, sie vertritt die Position: ‚Ja, ich mag Sex, aber das bedeutet nicht, dass ich jetzt mit dir ins Bett gehe!‘ Genau das ist es: promisk heißt nicht wahllos. Promisk heißt nicht, zügellos und unkontrolliert. Im Gegenteil, ich habe eine sehr kontrollierte Umgangsweise mit meiner Sexualität und ich erlaube mir selbst, da offen zu sein und mir zu ermöglichen, wonach mir ist und was ich für mich gut finde, aber dazu zählt natürlich auch, dass ich für mich ablehne, was mir nicht gut tut und das ist manchmal monatelang überhaupt keinen Sex mit jemand anderem. [CR1] Manchmal bedeutet promiskuitiv, dass ich, wenn ich Probleme feststelle zum Beispiel mit meinem Verhältnis zu mir und vor allen Dingen in meiner Solosexualität, dass ich dann hingehe und ein Masturbationscoaching mache und mich dahinsetze und sage: ‚Ich gehe jetzt offen und promisk mit dem um, was mich gerade stört, was meine Struggles sind und rede mit einer Expertin drüber, damit mir geholfen wird.‘ Zu sagen, ich lasse mich nicht einschränken, bedeutet für mich im Umkehrschluss, ich kann selbst entscheiden, wann ich wie viel zulasse, was für mich das Gegenteil von Unkontrolle bedeutet.“
[CR1]Das klingt, als würde ich es ablehnen, manchmal monatelang keinen Sex zu haben. Klarer macht es: …“und das bedeutet, manchmal monatelang überhaupt keinen Sex mit einer anderen Person zu haben.“ (Das schließt dann sowohl die Möglichkeit ein, dass ich Sex mit meinem Partner oder mit mir selbst habe in dieser Zeit, aber eben nicht mit weiteren Leuten 😊
(…) To be continued - schau rein in das ganze Magazin!